Jochen Welt: Die Supermarkt-Demokratie

Jochen Welt: Supermarkt-Demokratie

Jochen Welt kündigt das Erscheinen seines Buch­es „Die Super­markt-Demokratie – Wenn Poli­tik zur Ware wird” an. Auf seinem Blog heißt es:

„In den let­zten Jahrzehn­ten haben sich demokratis­che Gesellschaften – allen voran Deutsch­land – stillschweigend verän­dert. In „Die Super­markt-Demokratie“ beschreibe ich, wie die Logik des Kon­sums die poli­tis­che Kul­tur durch­dringt. Wahlen ähneln Pro­duk­tauswahl, Parteien präsen­tieren sich wie Anbi­eter am Markt, und Bürger*innen erwarten von der Poli­tik vor allem eines: Liefern.
Dabei gerät ein zen­trales Ele­ment demokratis­ch­er Gesellschaften zunehmend in Vergessen­heit: Ver­ant­wor­tung. Was früher ein poli­tis­ches Man­dat war, wird heute oft als Dien­stleis­tung ver­standen – mit einem Anspruchs­denken, das Poli­tik auf Ver­sorgung reduziert. Die Fol­gen sind gravierend: Ent­täuschung, Frus­tra­tion, Ver­trauensver­lust. Aus Bürg­ern wer­den Kun­den. Aus Diskus­sion wird Bew­er­tung. Und aus Ver­ant­wor­tung wird Kon­sum.”

Am 27. Juni stellt der Autor sein Buch ab 18 Uhr im Her­bert-Wehn­er-Haus, Paulus­tr. 45 vor. Der Ein­tritt beträgt 9 €, eine Anmel­dung ist notwendig: sgb-kreis-re@geidies-re.de.

Buch: 978–3‑643–15716‑4, 29,90 €
E‑Book: 978–3‑643–35716‑8, 24,90 €

Literaturnacht 2025 - Ausschreibung

Literatur-Eule ruft Autoren und Autorinnen

In diesem Jahr ver­anstal­tet die Neue Lit­er­arische Gesellschaft Reck­ling­hausen die 38. „Reck­linghäuser Lit­er­atur­nacht der Autoren und Autorin­nen“ – vor­mals „Autoren­nacht“.

Der Schreib­wet­tbe­werb richtet sich an Men­schen, die im Bun­des­land NRW leben und hat in diesem Jahr den Schreibim­puls RÜCKENWIND.

Bis 6. Okto­ber kön­nen Beiträge ein­gere­icht wer­den. Aus den Ein­sendun­gen wählt die Jury die Teilnehmer:innen für die Ver­anstal­tung am 15. Novem­ber in der Alt­stadtschmiede aus. An diesem Abend stellen sie ihre Texte der Öffentlichkeit vor.

Neben dem „Lit­er­atur­nacht-Preis der Sparkasse Vest Reck­ling­hausen“, der mit ins­ge­samt 950 Euro dotiert ist, wird der Sieger bzw. die Siegerin auch mit der „Lit­er­atur-Eule“ aus­geze­ich­net. Bei der Abschlussver­anstal­tung wird außer­dem ein Pub­likum­spreis vergeben.

Alle Infor­ma­tio­nen zur Teil­nahme find­en sich in der Auss­chrei­bung auf www.nlgr.de.

Literatur Eule 2024

Literatur-Eule ruft Autoren und Autorinnen

In diesem Jahr ver­anstal­tet die Neue Lit­er­arische Gesellschaft Reck­ling­hausen die 37. „Reck­linghäuser Lit­er­atur­nacht der Autoren und Autorin­nen“ – vor­mals „Autoren­nacht“.

Der Schreib­wet­tbe­werb richtet sich an Men­schen, die im Bun­des­land NRW leben und hat in diesem Jahr den Schreibim­puls UMWEGE.

Bis 6. Okto­ber kön­nen Beiträge ein­gere­icht wer­den. Aus den Ein­sendun­gen wählt die Jury die Teilnehmer:innen für die Ver­anstal­tung am 16. Novem­ber in der Alt­stadtschmiede aus. An diesem Abend stellen sie ihre Texte der Öffentlichkeit vor.

Neben dem „Lit­er­atur­nacht-Preis der Sparkasse Vest Reck­ling­hausen“, der mit ins­ge­samt 950 Euro dotiert ist, wird der Sieger bzw. die Siegerin auch mit der „Lit­er­atur-Eule“ aus­geze­ich­net. Bei der Abschlussver­anstal­tung wird außer­dem ein Pub­likum­spreis vergeben.

Alle Infor­ma­tio­nen zur Teil­nahme find­en sich in der Auss­chrei­bung auf www.nlgr.de.

Neubaupläne Prosper Recklinghausen

Für das Gebi­et um das Pros­per-Hos­pi­tal in Reck­ling­hausen gibt es Neubau­pläne und dafür soll ein neuer Bebau­ungs­plan aufgestellt wer­den.
Gegen die Pläne regt sich hin­sichtlich der daraus resul­tieren­den Zer­störung von Grün­bere­ichen Wider­stand.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen auf Face­book

Bottrop – Vorbild beim CO2-Ausstoß

Im Jan­u­ar berichtet die „taz”, dass die kre­is­freie Stadt Bot­trop trotz klam­mer Finanzen inner­halb von 10 Jahren den CO2-Ausstoß um fast die Hälfte reduziert hat.

Clau­dia Kem­fert vom Deutschen Insti­tut für Wirtschafts­forschung (DIW): „Ich finde das, was Bot­trop macht, gut. Kaum eine andere Stadt ste­ht für Kohleen­ergie und damit für die ver­gan­gene Energieform. Ihr Wan­del hat eine Vor­bild­funk­tion. Die Stadt kon­nte durch eine Vielzahl von Ini­tia­tiv­en die Emis­sio­nen senken. Wenn alle so weit wären wie Bot­trop, wir wären einen Schritt weit­er.“

Dies kön­nte ein Vor­bild für das Vest Reck­ling­hausen sein.

Der „taz”-Artikel von Steve Przy­bil­la ist hier nachzule­sen.

„Von der Schlagzeile erschlagen“: was Negativnachrichten bewirken (können)

7. Dezem­ber, 19 Uhr, Reck­ling­hausen, Willy Brandt Haus, Prof. Maren Urn­er zu Gast bei der Region­al­gruppe Ruhr:

Zeitung lesen, Radio hören, Tagess­chau guck­en, im Inter­net googeln, Social Media ver­fol­gen – das gehört zum All­t­ag der meis­ten Men­schen.

Immer wieder pras­seln dabei schlimme Nachricht­en auf uns ein: Nahostkon­flikt, Kli­makrise, der bevorste­hende teure (Heizungs-)Winter, die näch­ste Coro­na-Welle, die ange­bliche „Flüchtlings­flut“. Das bewirkt bei vie­len, dass sie gen­ervt sind, verängstigt wer­den, Nachricht­en abschal­ten, nicht mehr hören wollen oder gar Infor­ma­tion ganz ver­mei­den.

Maren Urner / Foto: Lea Franke
Maren Urn­er © Lea Franke

Der Jour­nal­istin­nen­bund, das Net­zw­erk für Frauen in den Medi­en, set­zt sich für Qual­ität­sjour­nal­is­mus ein. Die Region­al­gruppe Ruhr lädt in Koop­er­a­tion mit der Volk­shochschule Reck­ling­hausen zu Infor­ma­tion und Gespräch mit Prof. Maren Urn­er ein: Über die Ver­bre­itung von schlecht­en Nachricht­en, Neg­a­tiv-Schlagzeilen und Schwarz-Weiß-Jour­nal­is­mus, und was dem ent­ge­gen­zuset­zen ist: Aufk­lären statt anheizen. Kon­flik­t­sen­si­tiv bericht­en, kon­struk­tiv miteinan­der stre­it­en … Die Volk­shochschule Reck­ling­hausen bit­tet um → Anmel­dung

Illustration Aufrüstung

Gestern: Friedensbewegung – Heute: Putinismus

Unter dem Titel „Wie rus­sis­che Ein­flussnehmer die deutsche Friedens­be­we­gung unter­wan­derten”(Beitrag anhören… oder Beitrag lesen… sendete am 19.10.2023 der SWR einen Beitrag von Michael Hänel.

Der Teas­er zum Beitrag lautet:

„Am 22. Okto­ber 1983 demon­stri­erten Hun­dert­tausende Deutsche für Frieden und gegen den NATO-Dop­pelbeschluss, also die Sta­tion­ierung von Massen­ver­nich­tungswaf­fen.
Was kaum ein­er ahnte: Die Geheim­di­en­ste der DDR und Sow­je­tu­nion bee­in­flussten die Friedens­be­we­gung. Vor allem der „Dienst A” des KGB set­zte auf „Ein­flussge­spräche, verdeck­te Doku­mente­nak­tio­nen, mündliche Desin­for­ma­tion und den ver­mehrten Ein­satz von unbe­wussten Mul­ti­p­lika­toren.
Die Meth­o­d­en sind heute ganz ähn­lich, um den Putin­is­mus hierzu­lande zu ver­bre­it­en.”

Dass die neue Friedens­be­we­gung ab 1979 maßge­blich von Organ­i­sa­tio­nen ges­teuert wurde, die der DDR nah­e­s­tanden, wurde im HOLZWURM bere­its früh behan­delt (10/1981a, 10/1981b und 11/1981a, 11/1981b). Auch die Friedens­be­we­gung in der DDR „Schw­ert­er zu Pflugscharen“ war in der Aus­gabe 11/1983a, 11/1983b ein The­ma.